Die Szene zeigt ein Gespräch beim Essen zwischen drei Personen: Diethelm lädt den Steinbauer ein, sich zu setzen, und deutet auf eine junge Frau hin. Der Dialog enthält Umgangssprache der Zeit (‚gessen', ‚altbacken', ‚grins'te'), die einen unmittelbaren, dörflichen Ton schafft. Auerbach arbeitet hier mit Missverständnissen und sozialer Spannung — der Steinbauer ist verwirrt, weiß nicht, ob die Frau Diethelms Tochter ist, und wird mit einer derben Bemerkung konfrontiert, auf die er nur schweigend reagiert. Die Szene vermittelt Charakter durch Verhalten und Sprachlaut statt durch Beschreibung.

Der Auszug

Wie doch Alles auch seine Kehrseite hat, das erfuhr jetzt Diethelm; die Wendung, die Medard der Sache gab, war doch überaus sinnreich und fein berechnet, und doch war Diethelm schwer beklommen, schwerer als je; ihm war's, als wäre die Tat nicht mehr sein, sie war in fremde Hand gegeben und musste geschehen, sei er nun willfährig oder nicht. Fast die ganze Nacht hindurch war Diethelm mit Medard beschäftigt, Alles herzurichten. Die Mäuse liefen ohne Scheu wie toll hin und her, als ahnten sie den Untergang des Hauses.

Zur Quelle

Der Text stammt aus Die Geschichte des Diethelm von Buchenberg (vollständige digitalisierte Ausgabe) von Auerbach, Berthold (1910) und wurde dem Deutschen Textarchiv entnommen. Für die Vertonung wurde er automatisch normalisiert — historische Schreibweisen werden dabei so weit angeglichen, dass die Sprachsynthese sie korrekt ausspricht, ohne den Wortlaut zu verändern.

Gesprochen von der synthetischen Stimme Otto.