Die Szene zeigt eine stille Begegnung zwischen Fritz und Lieschen, die mit Blumenkranz beschäftigt ist. Fritz ringt sichtlich mit sich selbst, kann sich nicht zum Gehen aufraffen und sucht nach Worten. Die Erzählstimme erfasst die Verlegenheit beider durch kleine, genaue Beobachtungen – fallende Blumen, würgende Kehle, ein schüchterner Kompliment – und gibt damit ein Bild schmerzhafter Nähe, das durch die schlichte Sprache und die wiederholte Satzform »Ihr macht ja da einen schönen…« eine fast volksliedhafte Qualität gewinnt.
Der Auszug
Als Fritz, unfähig mit dem magischen Buch aufs Reine zu kommen, aus der Hütte trat, erschrak er, die Sonne schon so tief am Himmel zu sehen. Es ward ihm plötzlich bang ums Herz, und wie zu seinem Troste ließ er sein Halloh! durch die Gegend ertönen; doch da nichts als der Schall der eigenen Laute ihm antwortete, schlug er den Rückweg ein. Er lief, als sei Jemand hinter ihm, und es dämmerte erst, als er, von Schweiß triefend, den Rand des Föhrenwäldchens erreichte, von welchem aus man sein Dorf erblicken konnte.
Zur Quelle
Der Text stammt aus Irrwisch-Fritze (vollständige digitalisierte Ausgabe) von Adelheid, Reinbold (1910) und wurde dem Deutschen Textarchiv entnommen. Für die Vertonung wurde er automatisch normalisiert — historische Schreibweisen werden dabei so weit angeglichen, dass die Sprachsynthese sie korrekt ausspricht, ohne den Wortlaut zu verändern.
Gesprochen von der synthetischen Stimme Mortimer Folchart - Professional Audiobook & Hörbuch Narrator.