Die Szene zeigt einen Mann in innerer Bedrängnis, dessen sich wiederholender Gedanke ‚Es geht nicht' den psychologischen Zustand unmittelbar vermittelt. Der Erzählton wechselt dann in sachliche Beobachtung: wie derselbe Mann in ruhigen Momenten zwischen Geschäft und Garten pendelt, Holz spaltet und Kartoffeln erntet — ein Feinschmecker, wie beiläufig notiert wird. Fontanes Prosa mischt innere Anspannung mit äußerlicher Alltäglichkeit, was sich beim Hören deutlich unterscheidet und den Hörer ohne Vorwissen in die Stimmung hineinzieht.
Der Auszug
„Es geht nicht.“ Und als im selben Augenblick das Bild des Reisenden, dessen Anmeldung er jetzt täglich erwarten musste, vor seine Seele trat, trat er erschreckt zurück und wiederholte nur vor sich hin: „Es geht nicht.“ So war Mitte Oktober heran gekommen.
Im Laden gab’s viel zu tun, aber mitunter war doch ruhige Zeit, und dann ging Hradscheck abwechselnd in den Hof, um Holz zu spellen, oder in den Garten, um eine gute Sorte Tischkartoffeln aus der Erde zu nehmen. Denn er war ein Feinschmecker.
Zur Quelle
Der Text stammt aus Unterm Birnbaum (vollständige digitalisierte Ausgabe) von Fontane, Theodor (1883) und wurde dem Deutschen Textarchiv entnommen. Für die Vertonung wurde er automatisch normalisiert — historische Schreibweisen werden dabei so weit angeglichen, dass die Sprachsynthese sie korrekt ausspricht, ohne den Wortlaut zu verändern.
Gesprochen von der synthetischen Stimme Carla Blum - Voice Agent & E-Learning for Businesses.