Hier wird eine Tanzszene kommentiert, in der zwei Frauen miteinander verglichen werden – ihre Körperhaltung, ihre Eleganz, ihre Beherrschung der Bewegung. Der Redende beobachtet kritisch die eine, lobt bewundernd die andere. Der Abschnitt fängt die detaillierte Aufmerksamkeit des 19. Jahrhunderts für Körpersprache ein und zeigt zugleich eine feine gesellschaftliche Unterscheidung durch die Art, wie man sich bewegt. Historische Schreibweisen wie 'Knix' und französische Wendungen wie 'peu à peu' prägen die gehobene Sprachebene, die für das Werk charakteristisch ist.

Der Auszug

Unser Invalid, des Landes, wie des Landbaues unkundig, verstand natürlich nichts von den Einzelnheiten dieser Mitteilungen. Aber seltsam! Je länger er von der Fülle des Reckenburg'schen Erbes reden hörte, desto tiefer schmeichelten sich Hoffnungen und Wünsche in sein Gemüt, die ihm bis dahin völlig ferngelegen hatten. In Armut und Heimathlosigkeit wurden die Mutmaßungen erst der alten Klosterklatsche, später seiner eignen Frau von ihm verlacht.

Zur Quelle

Der Text stammt aus Die letzte Reckenburgerin – Roman (vollständige digitalisierte Ausgabe) von François, Louise von (1871) und wurde dem Deutschen Textarchiv entnommen. Für die Vertonung wurde er automatisch normalisiert — historische Schreibweisen werden dabei so weit angeglichen, dass die Sprachsynthese sie korrekt ausspricht, ohne den Wortlaut zu verändern.

Gesprochen von der synthetischen Stimme Arno Alder – Calm, Clear, and Comforting.